Kajak Aktiv

Obere Wümme

Obere Wümme

Kersten hatte für die Tour herrliches Wetter und einen guten Wasserstand bestellt, sodass sich für die vier Teilnehmer ein herrlicher Paddeltag einstellte. Nur der frische Ostwind erinnerte uns daran, dass es erst der 12. März war. Die Wümme ist besonders in dem Bereich ab Lauenbrück (und sicher auch weiter oberhalb) ein äußerst kurvenreicher Fluss. Begradigungen, falls sie denn irgendwann mal durchgeführt wurden, sind nicht mehr erkennbar. Die häufigen Prallufer mit Abbruchkanten wären eigentlich gute Nistplätze für Eisvögel. Im Gegensatz zu vielen anderen Flüssen zeigte sich aber keiner dieser farbenprächtigen Vögel. Das erscheint mir umso erstaunlicher, weil ich seit einiger Zeit sogar auf der Weser im Stadtbremer Bereich Eisvögel an Spundwänden oder im Packsteinufer und an der Borgfelder Wümme beobachten konnte. Vielleicht gibt es in der Wümme einfach nicht genug Beutefische im Oberlauf.

Wie es sich für einen Kleinfluss gehört, gab es auch eine Menge Strauch- und Baumhindernisse , die geschickt um- oder durchfahren werden wollten. In Kombination mit teils schneller Strömung und Strömungsverschneidungen erforderte das schon ein wenig Geschick und schnelle Reaktion.

Ein einziges Wehr war in Scheeßel zu umtragen, was lag näher, hier gleich eine Mittagspause einzulegen? Gegen 14.00 Uhr ging es dann weiter. Obwohl der Fluss besonders ab der Mündung der Veerse breiter wurde, verlor er seinen Kleinflusscharakter nicht. Weiterhin konnten wir die flotte Fahrt durch Kurven genießen. Kurz vor Rotenburg wartete die bei niedrigem Wasserstand etwas holprige Stufe auf uns, jetzt war es nur ein Schwall mit einem schönen Kehrwasser.

In Rotenburg beendeten wir die Fahrt am Beginn der Slalomstrecke. Deren kleine künstliche Stufen waren ebenfalls im Hochwasser „abgesoffen“.

Detlev Kalter

Fotos: Detlev Kalter