Kajak Aktiv

Vogalonga 04.06.2017 Pfingsten

Vogalonga Pfingsten 2017

Vogalonga, das lange Rudern, ist der alljährlich stattfindende Wettkampf aller denkbaren mit Körperkraft betriebenen Boote in der Lagune von Venedig. Stets nehmen daran ca. 5000 Sportler in ca. 1200 Booten teil. So auch dieses Jahr; Gondeln aller Bauarten, Ruderboote, Drachenboote, Canadier und Kajaks gingen auf die 30km lange Strecke, auch fünf SUP haben wir gesichtet.

Wir, das waren Paula, Hermann, Nuri, Walter, Dagmar und ich. Während Paula und Hermann sich im RZ85 in das Gewühl des Starts im Bacino von S. Marco stürzten, ließen es Nuri und Walter im Klepper-Zweier und Dagmar und ich im Hammer-Regatta-Zweier diesmal ruhiger angehen. Wir plazierten uns schräg gegenüber von S. Erasmo in den Salzwiesen und ließen das Feld auf uns zukommen. Das erste Boot erreichte uns schon, bevor der Kanonenschuss den Start signalisierte. Aber dann, einige Minuten später, kam das Hauptfeld, allerdings schon weit auseinander gezogen. Ich kam mit dem Fotografieren kaum noch nach. Als Paula und Hermann uns erreichten, reihten wir uns ein.

Unsere Pause verbrachten wir mal wieder in den Salzwiesen gegenüber der Insel Burano. Fit für den zweiten Abschnitt starteten wir auf die Durststrecke nach Murano. Der Durst hielt sich in Grenzen; der Gezeitenstrom war dieses Jahr – anders als in den Jahren zuvor – mit uns. Schön war’s, denn das Feld blieb so relativ dicht beisammen.

Die Einfahrt nach Venedig über den Kanal von Cannaregio lief wie seit 2014 (?) diszipliniert: getaktetes Einfahren in den Kanal, einspuriger Verkehr durch Tre Archi, der Drei-Bogen-Brücke. Kurze Zeit später, im Canal Grande, kamen uns die Schnellen schon entgegen, große Gondeln, Ruderboote und Drachenboote.

Wir beendeten die Vogalonga wie immer, d.h., kurz vor dem Ziel bogen wir in den Rio de S. Trovaso ein, einen Kanal der den Canal Grande mit dem Canal von Guidecca verbindet. Auf der kleinen Wiese vor der Kirche von S. Trovaso gönnten wir uns dann einen Spritz to go und ein eben solches Eis.

Dagmar und ich blieben noch die ganze Woche auf dem auf dem Lido gelegenem Zeltplatz S.Nicolo. Mehrfach pendelten wir noch in die Stadt hinein. Die zeitlichen Einschränkungen für das Paddeln empfanden wir nicht als Behinderung. Mo-Fr freies Paddeln ab 15:00 Uhr, Sa ab 13:00 Uhr und So keine Beschränkung.

In zwei Jahren findet auch wieder die Biennale statt. Dann sind wir wohl wieder dabei.

Udo Weiterer

Fotos: Udo Weiterer