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Spiekeoog und Jadebusen - zwei ruhige Frühherbstfahrten

Spiekeoog und Jadebusen - zwei ruhige Frühherbstfahrten

Die Fahrt nach Spiekeroog sollte eigentlich über ein ganzes Wochenende gehen, aber der angesagte und dann auch eingetretene Dauerregen am Samstag ließ uns zu einer Tagestour umdisponieren. Nebel begleitete uns auf der Autofahrt, aber kurz vor Neuhasi war der verschwunden und wir hatten eine klare Sicht auf unser Ziel. Die Tide war günstig, um 10.00 Uhr konnten wir auf das Wasser gehen und hatten bis 17.00 Zeit auf der Insel. Wie schon im Titel angekündigt, wir hatten eine sehr ruhige Überfahrt.

Die Sandaufspülung vor dem Zeltplatz hat die Anlandesituation deutlich verbessert, es ist wirklich eine breite Dünenverstärkung entstanden. Die Steine der alten Dünenbefestigung sind weitgehend unter dem Sand verschwunden. Bleibt zu hoffen, dass die Winterstürme nicht so heftig werden.

Nach einem Kaffee und Shopping bei Lars, war ein ausgiebiger Spaziergang am Strand entlang, in den Ort angesagt, wo wir das wohl letzte Eis in Zimtwaffel in diesem Jahr genossen.

Das Wetter war uns auch auf der Rückfahrt wohl gesonnen, eine dunkle Wolke blieb über dem Festland und entlud sich kurz nach unserer Ankunft als kleines Gewitter.

Noch etwas besser war das Wetter eine Woche später. Während wieder Nebel über dem Festland hing, war es auf dem Jadebusen sonnig. Wind gab es gar nicht, sodass sich unsere Boote im glatten Wasser spiegelten. Der Leuchtturm „Mellum Plate“, bestimmt mehr als 10 Meilen entfernt, war gut zu sehen, so klar war die Sicht.

Vorbei am Leuchtturm „Arngast“ ging es nach Varel. Nur noch wenige Seehunde lagen auf der soeben noch überfluteten Sandbank. Wie immer schwammen sie ins Wasser und umkreisten uns. In Varel war eine Pause angesagt, bevor wir das „zähe“ Stück nach Dangast paddelten. Für die gerade einmal 4,5 Meilen brauchten wir fast zwei Stunden, kein Wunder, denn zeitweise muss gegen den Tidenstrom gepaddelt werden. (Man kann auf diesen Abschnittauch verzichten, dann fehlt aber der Kuchen!!!).

In Dangast belohnten wir uns im Kurhaus mit dem berühmten Rhabarberkuchen, bevor wir das letzte Stück paddelten. Etwa 5 Meilen sind es von Dangast nach Wilhelmshaven, die Strömung half kräftig und nach gut einer Stunde hatten wir unser Ziel erreicht. Wieder zog eine dunkle Wolke auf, blieb aber wieder über Land und ließ uns unbehelligt.

Detlev Kalter

Fotos: Detlev Kalter