Kajak Aktiv

Unterweser

Unterweser

Dieses Mal war die Unterweser dran. Der Wetterbericht lockte mit etwas Sonnenschein und schwachem Wind. In Bezug auf den Wind stimmte der Wetterbericht, die Sonne aber ließ sich kaum blicken, nur einzelne Strahlen drangen durch ein zähes Gewölk. Nicht so tragisch, denn so flach wie die Sonne zu dieser Jahreszeit steht, wärmt sie ohnehin kaum, da macht eher der fehlende Wind die Fahrt angenehmer.

Wir hatten uns die kurze Strecke ausgesucht, um nicht allzu früh aufstehen zu müssen. Beim Einstieg am KCR trafen wir auf vier uns bekannte Paddler, die bereits bei Tura gestartet waren. Schön zu sehen, dass es außer uns noch ein paar weitere aktive Winterpaddler gibt.

Wir verabredeten uns in der Gaststätte „Schöne Aussichten“ zum gemeinsamen Mittagessen und Klönschnack. Im Winter ist es, nicht nur auf der Unterweser ruhig, motorisierte Sportboote sind ausgesprochen selten anzutreffen. Und große Schiffe sind ebenfalls nicht häufig: Kein Seeschiff auf dem Hinweg, nur zwei Binnenschiffe. Die südliche Einfahrt zur kleinen Weser lag jetzt bei Niedrigwasser fast trocken, die gewaltigen Schlickbänke waren gut zu erkennen.

Das Essen in den „Schönen Aussichten“ ist gut bürgerlich und reichlich. Vieleicht war das der Grund, weshalb „Kohl und Pinkel“ doch nicht der Renner bei uns war. Trotzdem hätte nicht nur ich mir nach dem Essen am liebsten erst Mal einen Mittagsschlaf gegönnt. Aber die Tide und der frühe Einbruch der Dunkelheit rufen.

Auf dem Rückweg überholte uns dann ein kleines Seeschiff. Highlight der Tour aber war ein Seehund, der uns kurz vor unserer Ausstiegsstelle mehrfach umkreiste und neugierig immer wieder hinter unseren Booten auftauchte. Auch wenn diese Begegnungen in letzter Zeit nicht selten sind, es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, wenn uns die wilden Tiere so nahe kommen.

Abschließende Frage: Welches Gewässer paddeln wir am nächsten Wochenende???

Detlev Kalter

Fotos: Detlev Kalter