Kajak Aktiv

Eskimotiertraining und Oste („Dschungeltour“)

Eskimotiertraining und Oste („Dschungeltour“)

Gleich zwei Aktivitäten gab es am vergangenen Wochenende. Am Samstag trafen sich mehr als ein Dutzend Kajaker in der Grafttherme in Delmenhorst. Zwei Stunden Wasserzeit standen uns zur Verfügung. Der Clou besteht darin, dass eigene Boote mitgebracht werden können und das Schwimmbecken aufgrund der Teilnehmerbegrenzung trotzdem nie überfüllt ist. Neben dem Eskimotiertraining gab es auch die Möglichkeit verschiedene Techniken des Wiedereinstiegs zu üben. Da fünf Leute zur Anleitung bereit standen, hatten wir einen sehr komfortablen Betreuungsschlüssel. So konnten vorhandene Fähigkeiten aufgefrischt und Neues hinzu gelernt werden. Neben dem ersthaften Training gab es auch genügend Zeit für Spaß im Wasser.

An dieser Stelle sie nochmals auf die Termine für drei weitere Trainings im Februar und März hingewiesen, siehe Kajak-Aktiv Programm.

Für Sonntag war dann zu einer, über Rundmail angekündigten, Mitpaddelgelegenheit auf der Oste eingeladen. Wie häufig bei unseren Winterfahrten, kam auch diese Mail recht kurz vor dem Termin. Vorteil dieses Verfahrens ist eine relativ sichere Wetterprognose. Besonders bei der seit Monaten anhaltenden, sehr wechselhaften Tiefdruckwetterlage können wir uns so am besten die „Schönwetterfenster“ heraussuchen. Das hat auch auf der Oste geklappt, wir konnten bei Sonnenschein in Sittensen starten und erst als wir die Autos zurückholten, begann der Regen.

Die Oste ist relativ naturbelassen, sie schlängelt sich in teils engen Kurven durch die norddeutsche Geestlandschaft. Wir hatten einen guten Wasserstand aber an den Treibselrückständen in Bäumen und Büschen war erkennbar, dass das Wasser vor Kurzem noch etwa einen Meter höher stand. Erodierte Prallhänge und der angelagerte Sand an vielen Uferabschnitten lassen die Kraft des Wassers erkennen. Viele umgestürzte Bäume, die, teils unterspült, dem Winddruck nicht mehr standgehalten hatten, versperrten uns immer wieder den Weg. Oft fand sich dann aber doch ein Schlupfloch durch das Geäst oder es musste umtragen werden. Wenn ihr euch die Bilder anschaut, werdet ihr sehen, wie der Begriff „Dschungeltour“ zustande kam. Eine flotte Strömung brachte uns gut voran, kleine Schwälle sorgten für Abwechslung. Der Spaß an diesen Stellen war bei den Mitpaddlern durchaus unterschiedlich.

Seit einigen Jahren schwimme nach meinen Trainingsfahrten ich auch im Winter in der Weser . Neuerdings stellen sich immer mehr „Nachahmer“ ein, die dies auf unseren Kleinflusstouren ebenfalls versuchen. Allerdings Tragen sie meist einen Trockenanzug oder eine Kombination aus Trockenhose und Jacke und bleiben überwiegend trocken. Da diese besonderen Begegnungen mit dem Wasser bei richtiger Bekleidung auch im Winter ohne erste Folgen verlaufen, tragen sie doch sehr zur Unterhaltung bei.

Leider gab es die erhoffte Einkehrmöglichkeit an unserer Aussatzstelle in Heemslingen nicht. Diejenigen, die warten mussten bis die Autos zurückgeholt waren, fanden aber vor dem einsetzenden Regen Schutz in einem Ausstellungswintergarten. Den ersehnten Kaffee und Kuchen gab es für die zwischenzeitlich etwas dezimierte Gruppe dann erst in Zeven.

Detlev Kalter

Fotos: Detlev Kalter