Kajak Aktiv

Baltrum

Elbe von Damnatz bis Geesthacht

Auch auf der Elbe hatte der Regen der vergangenen Tage für ein leichtes Hochwasser gesorgt. Kombiniert mit einer recht brauchbaren Wettervorhersage starteten wir gegen Mittag in Damnatz. Das Wasser reichte bis zum Deichfuß, so war das Einsetzen sehr komfortabel. Die durch den Hochnebel brechende Sonne veranlasste mich, meine kurzärmlige Jacke anzuziehen, was sich aber bald als zu optimistisch herausstellen sollte. Die Sonne verschwand wieder und ein Wolkenfeld mit Wind zog durch, in der Pause war also umkleiden angesagt. Die Elbe strömte kräftig und das Wasser stand bis in die Auwälder hinein. Entgegen kommende Schiffe kamen trotz voller Maschinenleistung nur im Schneckentempo voran. Die Buhnen waren alle reichlich überflutet und so dürfte die Elbe auf das doppelte ihrer normalen Breite angewachsen sein. Kaum vorstellbar, dass der Fluss im vergangenen Sommer an einigen Stellen zu Fuß durchquerbar war.

Auf den teilgefluteten Wiesen gab es zahlreiche Wasservögel, meist Gänse, die kurz vor dem Abflug in ihre arktischen Brutgebiete standen, zu sehen. Kurz vor Bleckede, unserem Übernachtungsort (im Elbhotel), bescherte die Sonne uns dann zum Abschluss eines schönen Paddeltages eine prächtige Sonnenuntergangsstimmung.

Der nächste Morgen begann vielversprechend, aber als wir auf`s Wasser gingen, versperrten ein paar lockere Wolken der Sonne den Weg zu uns. Das sollte sich erst ab Lauenburg ändern. Wieder gab es eine reiche Vogelwelt zu betrachten, heute waren sogar einige Adler dabei. Flott ging es dank der kräftigen Strömung voran, mit durchschnittlich etwa 10km/h, obwohl wir uns öfter mal treiben ließen. Nun hatten sich auch die Wolken verzogen und auf den letzten 12km glitzerte die Sonne auf dem breiten Strom. Bei der RG Geesthacht beendeten wir unsere Fahrt.

Bilanz: Auch wenn das Umsetzten des Autos etwas aufwendig war, hat uns die Tour gut gefallen. Hochwasser und das ganz ordentliche Wetter haben dazu einen wichtigen Beitrag geleistet.

Detlev Kalter

Fotos: Birgit Reinhard und Detlev Kalter