Kajak Aktiv

Baltrum

Ostern 2019 in Dänemark

Der ewige Traum: Ein Haus unmittelbar am Ostseestrand und die Boote auf der Wiese direkt davor. Dazu noch herrliches sonniges Wetter, nur mäßiger Wind und 8 Tage Zeit. Unmöglich? Nein! Das alles hatten wir, und noch viel besser, nämlich mit toller Paddelgruppe.

Sabine und ich waren früher schon 2x auf Sjaelands Odde zum Paddeln, also auf dem schmalen nordwestlichen Zipfel der Insel Sjaeland mit Küsten zum Kattegat und zum Großen Belt und dicht am Isefjord.

Jetzt waren wir 9 Paddler: Detlev, Sabine M., Marc, Meike, Renate, Kersten, Ullrich, Sabine S. und ich.Also brauchten wir jetzt 2 Ferienhäuser. Häuser dicht am Wasser sind nur schwer zu finden. Das zweite war dann aber nur 20 Gehminuten entfernt und alle Boote konnten dicht am Waser gelagert werden und gekocht und gegessen haben wir auch nur im ersten größeren Haus mit Blick auf Meer und Sonnenuntergang. Herrlich.

An 5 Tagen konnten wir hervorragende Touren paddeln. Zuerst rund Insel Nekselö mit Eisessen in Havnsö und Großeinkauf im Brugsen mit allen 9 Paddlern in nassen salzkrustigen Trockenanzügen im Supermarkt und anschließend Transport des Großeinkaufs in den Booten zum Ferienhaus. Am 2. Tag zur Insel Sejerö mit längerer Strecke über offenes Wasser und wegen der Entfernung Rückfahrt mit Bootswagen auf der Autofähre nach Havnsö.

Am nächsten Tag Autofahrt nach Rörvig und Tour auf dem Isefjord mit Runde erst nach Korshage am Kattegat und dann zum Yachthafen Nyköbing mit Cafébesuch und zurück nach Rörvig. Hungrig und erwartungsfroh dann zum aus der Erinnerung guten Fischrestaurant an Hafen welches zu unserer großen Enttäuschung zu einer Art Pölser-Schnellimbiß mutiert ist.

Am 4. Tag erneute Autoanfahrt zum Einsetzen an der Nordküste am Kattegat und Umrundung von Sjaelands Odde und zurück, weil wir zuvor an der Südküste in passender Entfernung keinen geeigneten Parkplatz für den Autoversatz hatten finden können, weil dort nahezu alle Plätze mit Wasserzugang auf Privatgrundstücken liegen. Ein Wrack im Flachwasser konnten wir vom Boot aus ausgiebig besichtigen.

Meike, Sabine M. und Marc hatten es an diesem Tag vorgezogen zur Insel Nekselö zu paddeln und dort zu wandern.

Am nächsten Tag paddelten wir vom Haus aus nordwärts zur Halbinsel Ordrup Näs und nach Mittagsschlaf am Strand gegen schon heftigeren Gegenwind zurück.

Am 6. Tag war dann definitiv zu viel Wind zum Paddeln. Statt dessen wanderten wir auf einer Anhöhe entlang der Sejerö Bucht, wobei wir wegen dem Wind teilweise kaum gerade stehen konnten.

Wegen dem noch sehr kalten Wasser sind wir immer in Trockenanzügen gepaddelt. Am letzten Abend gab es von allen ein positives Resümee und alle sprachen sich dafür aus eine derartige Tour nochmals zu machen.

Svend Linder

Ostern in Dänemark

Ein Hauch von Karibik lag auf unserer diesjährigen Ostertour, die wir an der Nord-West- Küste von Saelland/DK verbrachten. Denn statt Schneeregen und starkem Wind wie im Vorjahr in MeckPomm, überraschte uns die Ostsee mit strahlendem Sonnenschein und spiegelglattem, türkisfarbenem Wasser. Die Nekselö Bucht zeigte sich von ihrer besten Seite und hat uns zu einigen interessanten Touren animiert. Dank des exklusiven Standquartiers in Havnsö, mit direktem Wasserzugang, waren unsere ersten Ziele schnell gefunden. Die Inseln Nekselö und Sejerö warteten nur darauf von uns angefahren zu werden. Die erste und kleinere der Beiden bestach mit seiner Artenvielfalt und einer beeindruckenden Aussicht, die zweite durch ihre Lage weit draußen auf der Ostsee. Deshalb haben wir uns für die Rückfahrt etwas „Besonderes“ gegönnt und haben die Fähre genommen. Der Transport der Kajaks erwies sich als dänisches Kabarett: der Lademeister bot uns zunächst an, die Kajaks hinterher zu schleppen, dann änderte er seinen Vorschlag auf eine Transportgebühr von 200DKK pro Bootsmeter, um uns schließlich zu erklären, dass Kajaks ja auch als lange Fahrräder gelten, und Fahrräder seien kostenfrei.

Die weiteren Tage erwiesen sich als ebenso unterhaltsam und abwechslungsreich. Ein Trip von Rörvig nach Nyköping ließ uns ein wenig Stadtluft schnuppern und unsere Vorräte auffüllen. Denn was so eine neunköpfige Paddlergruppe am abendlichen Essen verspeist ist schon eindrucksvoll. Danke an die emsigen Köch*innen!!!

Auch der kulturelle Teil kam nicht zu kurz. Für den letzten Tag war die Windvorhersage bei 5-6 Bf, in Boen 7-8bf. Somit haben wir den höchsten Punkt von Odsherred in Höhe von121 Meter erklommen, wären fast weggeflogen, um danach den Geopark zu erkunden.

Nach der dänischen Südsee, Mön und dem Smalands Fahrwasser war die Odsherred das dritte Seegebiet, das ich mit dem Kajak kennengelernt habe. Die dänische Ostsee ist immer wieder ein lohnendes Paddelziel.

Sabine Meinke

Fotos: Marc Krüger, Detlev Kalter